Die Presse über uns.
Telefoninterview mit Paul von den Radiopiloten.
Anregungen zu FRAGEN:
- es wurde eine Frequenz auf UKW 88,4 MHz ausgeschrieben (Info: Multikult 2.0 hat sich auch beworben), wie ist denn in Berlin der reguläre Weg, um eine Frequenz zu bekommen?
Ich persönlich habe mit Radio ja überhaupt nichts am Hut. Ich höre praktisch nie Radio. Ich bin in den letzten Jahren, glaube ich, häufiger im Radio gewesen, als dass ich es gehört hätte. Aber das soll ja kein Maßstab sein.
Radio könnte eine schöne Sache sein, das will ich gerne glauben. Es gibt regelrechte Radio-Enthusiasten. Leider haben die es nicht leicht. Denn der Äther ist voll mit gruseligen Wellen.
Dennoch wird es sehr knapp mit der Spenden-Deadline…
Mal ehrlich: Horchen wir nicht alle auf, wenn der Widerhall der kulturellen Freiheit – unserer kulturellen Freiheit, jede Sekunde des Lebens überraschend zu nutzen – die sich evolutionär aus jeder Sekunde bewußt wahrgenommenen Lebens und der Erinnerung an dessen natürlich begrenzte Immanenz im günstigen Falle zusammensetzt, durch die konservativen, nur mehr strukturell relevanten Medien wabert – zu der jeder, der etwas ausstrahlen/beitragen will und vermag, eingeladen wird und damit der impliziten politisch-kulturellen Renovation – um nicht zu sagen: Revolution – wenn auch nur im Maßstabe eines sich beständig erneuernden kulturellen Mosaiks – Vorschub leisten kann?
Die Initiatoren der Brotfabrik, des Klubradios und der Radiopiloten planen ein freies Kulturradio und rufen bis zum 17. Februar zu einer Spendenaktion zur Mithilfe bei der UKW-Frequenzfinanzierung auf. Der tip sprach mit Paul Motikat und Guido Plonski.
Anlässlich der Berlinale wird es wieder ein temporäres Freies Radio geben. Die Macher bewerben sich auch um eine dauerhafte Frequenz - in Konkurrenz mit anderen.
"Berlin will sein Radio zurück!" Wer im Internet das Herbstradio ansurft - die aktuelle Plattform kleiner Berliner Radiogruppen, die sich dem gleichnamigen, im November ausgelaufenen temporären Radio verdankt -, erhält in der Adresszeile als Untertitel diese großspurige Behauptung. Tatsächlich hat Berlin ein nichtkommerzielles und frei gestaltbares Radio zurückbekommen, wenn auch wieder nur vorübergehend.
Vom 01. bis 28.02.2010 geht Herbstradio in Berlin erneut über die leistungsschwache UKW-Frequenz 99,1 MHz (Standort Schönhauser Allee) auf Sendung, diesmal als „Kinofunk“ zur Begleitung der Berlinale.
Hierbei könnte es sich um die letzte derartige Sendeperiode handeln. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) will künftig keine solchen Veranstaltungsprogramme mehr lizenzieren, sondern den Initiatoren des Herbstradios permanente Sendeplätze auf dem Frequenzpaar 88,4/90,7 MHz zur Verfügung stellen.
Ab 1. Februar 2010 gibt es in Berlin für einen Monat ein neues UKW-Radio. Es heißt Herbstradio Kinofunk und sendet in der Berliner Innenstadt rund um die Uhr auf 99,1 MHz.
Herbstradio Kinofunk ist ein Veranstaltungsradio zur Berlinale (11. – 21. Februar 2010), initiiert von Glashaus e. V., den meisten eher als Kino Brotfabrik bekannt, in Zusammenarbeit mit den Radiopiloten und der Klubradio GmbH. Die "Klubradiopiloten" stellen die zwei Studios in der Lottumstraße (Prenzlauer Berg) und im Haus der Kulturen der Welt (Tiergarten) zur Verfügung und koordinieren das Programm.
Station melt is a collaboration of two radio stations in two metropolises broadcasting from the core of transmediale and CTM. Lasting for 4 days and nights this radio festival will air a special programme on Resonance 104.4 FM in London and the event frequency 99.1 FM in Berlin. A world spanning network of radio flow is created through international outpost events of transmediale and collaboration with the radia.fm network.
Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) hat ihre Ausschreibung für die Berliner UKW-Frequenzen 88,4 und 90,7 MHz veröffentlicht.
Wie schon vorab angekündigt, sollen diese beiden, sich mit ihren Versorgungsgebieten ergänzenden Frequenzen für den offenen Kanal der MABB (Alex-Radio) und ein noch zu entwickelndes Ausbildungsradio genutzt werden. Darüber hinaus vorgesehen sind „nichtkommerzielle Programmschienen“ und eine „Erprobung neuer Formate“.
Herbstradio (ein Interview mit Andreas Jeromin und Paul Motikat)
MULTICULT 2.0 Der Internet-Nachfolger von Radio Multikulti hofft wieder auf eine UKW-Frequenz.
Pünktlich zum ersten Geburtstag hat Radio multicult 2.0 in der Marheineke-Markthalle in Kreuzberg ein neues Zuhause gefunden. Dort bekommt der Online-Nachfolgesender des eingestellten RBB-Radios Multikulti im nächsten Jahr ein gläsernes Studio. Und nicht nur die Räume sind frisch: Neue Sendeformate wurden entwickelt, und die Chancen auf eine künftige UKW-Frequenz stehen gut.
Die Rechnung ist simpel und wird zurzeit tausendfach per E-Mail verschickt. Wer unter den 30 Radiosendern der Stadt immer noch nicht den passenden gefunden hat, bekommt nun die einmalige Chance, seinen Beitrag für ein ein neues, nicht-kommerzielles Kulturradio in der Hauptstadt zu leisten. Spenden 5 000 Menschen jeweils zehn Euro, könnte kommenden Mai Berlins erstes freies Kulturradio starten. Die Jahresgebühr dafür kostet 50 000 Euro, bis zum 31. Januar muss das Geld zusammengetragen sein.
Schwäbisch Hall hat es, Freudenstadt hat es, Berlin hat es nicht: ein freies Radio.
»In Hauptstädten haben es freie Radios schwer, weil es da die Befürchtung gibt, dass dort zur Revolution aufgerufen wird.« Martin Busche klingt ein bisschen resigniert, wenn er auf Berlin zu sprechen kommt. Seit 1990 hat der Journalist nicht nur für verschiedene Zeitungen, Verbände und Unternehmen gearbeitet, sondern auch für freie Radios in Hamburg und Dresden. Vor mehr als zehn Jahren schrieb er in der Jungle World über den Kampf für ein freies Radio in Berlin. Damals wie heute gilt: »Selbst Kleinstädte wie Schwäbisch Hall oder Freudenstadt leisten sich solche Sender.«
Abgeordnete und Radiogruppen wollen endlich eine Dauerfrequenz für Freies Radio. Doch die Medienanstalt, Herrin über die regionalen Wellen, gibt lieber Millionen für ein Ausbildungszentrum aus.
Das "Herbstradio", Berlins jüngstes temporäres Radioprojekt, ist seit einer guten Woche Geschichte. Die alte Debatte um den nichtkommerziellen Rundfunk hingegen flammt wieder auf. Nicht nur Hobby-Radiogruppen fordern eine dauerhafte Frequenz für Freies Radio, auch eine Mehrheit im Abgeordnetenhaus ist unzufrieden mit der Radio-Politik der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (Mabb). Denn die hat eigentlich genug Geld, um es allen recht zu machen.
Berlin Beatet Bestes. Folge 22. Bel Ami: Gece Berlin’de (1980).
Mit meinem Blog und mit dieser Kolumne versuche ich immer wieder, ein wenig Leben aus den Schallplatten herauszupressen, um den Aufnahmen wenigstens durch den Kontext eine Bedeutung für die Gegenwart abzugewinnen. Sobald die Musik erklingt, wird sie lebendig, aber an dem Material haftet die Zeit. Ohne neuen Zusammenhang bleibt es doch nur alter Schrott vom Trödel.