Potsdam/ Berlin - Nach gut 13 Jahren droht dem Berliner Sender Radio Paradiso das Aus. Der Medienrat Berlin-Brandenburg bewilligte gestern die Hörfunkfrequenzen des Senders für Oldiestar, das bereits in der Region auf einer schwächeren Frequenz sein Programm sendet.
Von November an wird Oldiestar auf den UKW-Frequenzen 98,2 MHz (Berlin), 105,9 MHz (Frankfurt/Oder), 95,5 MHz (Eisenhüttenstadt) und 90,4 MHz (Guben) zu hören sein, wie die Medienanstalt Berlin- Brandenburg (MABB) mitteilte.
Das unter anderem von mehreren evangelischen Kirchen getragene Radio Paradiso war im Februar 1997 auf Sendung gegangen. Nachdem dessen Lizenz bereits einmal verlängert worden war, musste der Medienrat über eine weitere Verlängerung entscheiden und gab Oldiestar den Vorzug.
Paradiso-Geschäftsführer Matthias Gülzow sagte, der Sender werde alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um die Lizenz zu behalten. Bis zur endgültigen Klärung werde der Betrieb in Berlin aufrecht erhalten.
Außerdem entschied der Medienrat, die nichtkommerziellen UKW- Hörfunkfrequenzen 88,4 MHz und 90,7 MHz an eine Gruppe von Veranstaltern unter dem gemeinsamen Namen 88vier zu erteilen. Das Konzept sehe Sendezeiten für ALEX-Radio, BLN.FM, Die Radiopiloten, Klubradio unlimited, multicult FM, Ohrfunk, Medienkonkret und TwenFM vor.
Über das Pfingstwochenende werde die Frequenz mit einem Sonderprogramm starten, vom 25. Mai an werde es feste Sendezeiten für die beteiligten Partner geben.
(dpa)
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